Durch die großzügigen Spenden in den vergangenen Jahren konnten nicht nur Gerätschaften zur Erweiterung angekauft, sondern auch solche Ersatz beschafft werden! Für ihr finanzielles Engagement dankten den Spendern und Gönnern die Aktiven der Feuerwehr bei einem kleinen Festabend im Feuerwehrhaus. Mit einem fünfstelligen Gesamtbetrag, aufgeteilt in Spenden und zum Großteil aus Zuschüssen vom Feuerwehrverein, wurden zwischenzeitlich Gerätschaften wie Rettungstrupptasche, Composite-Atemluftflaschen, Überdrucklüfter, Fahrzeugstabilisierungs-System und ein Beamer angeschafft, die den Spendern erklärt und vorgestellt wurden.

Wie FF-Vorsitzender Werner Ahles erklärte, wollte man mit dieser Einladung den langjährigen Unterstützern der Feuerwehr Dank sagen und auch aufzeigen, wofür die Spenden verwendet wurden. Natürlich sei in erster Linie die Kommune für die Ausrüstung der Wehren zuständig, doch eine bessere und wünschenswerte Ausstattung helfe den Aktiven als auch den Mitbürgern. In den letzten Jahren wurde ein fünfstelliger Betrag für die Ausrüstung gespendet. „All diese Spender sind somit tragende Säulen des Feuerwehrvereins“, stellte Ahles fest. Gespendet haben in den letzten Jahren: VR-Bank Burglengenfeld, Autohaus Albert Vetterl, Metzgerei Biller, Automotive Läpple, Dia-Quick-Feiler und Taxi-Busunternehmen Oliver Ehrenreich aus Burglengenfeld.

Kommandant Manfred Liebl stellte fest, dass sich die Aufgaben der Feuerwehren in den letzten Jahren vom Brandlöscher zum effizienten Allrounder gewandelt haben. Durch die neue Technik und stetige Ausbildung kann effektive Hilfe geleistet werden. In diesem Jahr mussten die Aktiven schon 33 Einsätze, aufgegliedert in acht Brandeinsätze, 24 technische Hilfeleistungen und eine Sicherheitswache, leisten. Man sei nicht nur dankbar für die Geldspenden, sondern auch für die kostenlose und oft kurzfristige Bereitstellung von Einsatzverpflegungen und Überlassung von geeigneten Übungsarealen. „Die Stadt und unsere Mitbürger dürfen sich glücklich schätzen, dass die Schlagkraft der Wehr durch diese Spenden gestärkt wird, ohne zusätzlich den strapazierten Stadtsäckel zu belasten,“ sagte Liebl.

2. Bürgermeister Robert Wutz sagte, dass die Stadt bestrebt sei, ihre Wehren mit dem jeweils erforderlichen Material und Gerät auszurüsten. Leider sind die Haushaltskassen nicht immer üppig gefüllt. Es habe sich schon oft herausgestellt, dass über den amtlichen Standard hinaus verschiedene Sonderausstattungen sinnvoll und notwendig gewesen wären. Dank der Spenden konnten die verschiedenen technischen Geräte nun angeschafft werden. Dafür dankte Wutz im Namen der Stadt jedem einzelnen Spender recht herzlich. „Mit diesem Entgegenkommen bringen die Spenden auch die Wertschätzung der Arbeit der ehrenamtlich Tätigen zum Ausdruck“, sagte Wutz.

Folgende Neuanschaffungen wurden getätigt:

Rettungstrupptasche: Im Atemschutzeinsatz gibt es für den Angriffstrupp auch einen Sicherungstrupp. Die Aufgabe des Sicherungstrupps besteht darin, sofort eingreifen zu können, wenn dem Angriffstrupp etwas zustößt, z. B. Sturz, Kreislaufprobleme usw. . Deshalb wird der Sicherungstrupp einsatzbereit am Dreiverteiler positioniert. In der Standardausrüstung ist keine Rettungstrupptasche vorgesehen. Inhalt der Tasche: Ein Holzkeil, Bandschlingen, Ersatz-Lungenautomat, Fluchthaube, Schere und Composite-Flasche mit Atemluft.

Elektrischer Überdrucklüfter: Die Brandstellenbelüftung hat sich in den letzten Jahren zu einer entscheidenden Einsatzkomponente in der modernen Brandbekämpfung entwickelt. Eine schnelle Rauchbeseitigung mit einem Überdrucklüfter erleichtert den Einsatz durch bessere Sicht, niedrigere Temperaturen, geringeren Schadstoffbelastungen und senkt das Risiko eines Flash-over (Rauchgasdurchzündung). Der neue Überdrucklüfter kann jetzt sogar in Innenräumen eingesetzt werden. Zudem ist er platzsparend, besitzt eine automatische Neigungswinkeleinstellung und mehr Leistung.

Fahrzeugstabilisierungssystem (STAB-FAST):

Das Abstützsicherungssystem stabilisiert Fahrzeuge, die sich auf dem Dach oder in Schräglage befinden. Mit einer Stützkraft von einer Tonne kann so eine Stabilisierung erfolgen, um eine anschließende patientenschonende Rettung der eingeklemmten Person vornehmen zu können.

Beamer mit Leinwand: Ein Beamer und eine Leinwand ist für die Ausbildung der Jugendgruppe im Jugendraum angeschafft worden.

Composite-Atemluftflaschen: Zur Arbeitserleichterung der Atemschutzträger wurden die bisherigen Stahl-Atemluftflaschen gegen neue Composite-Flaschen ausgetauscht. Diese sind 80 Prozent leichter als die Stahlflaschen und das bei gleicher Stabilität. Dies wird durch die Verwendung von Carbon, das auch in der Formel 1 verwendet wird, ermöglicht. Zur weiteren Sicherung sind alle Flaschen mit einer Abströmsicherung und einem Schutzdrehventil ausgestattet.

Zum Schluss hatten die Gäste auch Gelegenheit, sämtliche Gerätschaften der Feuerwehr im Gerätehaus zu besichtigen.

Wir danken allen Spendern und würden uns auch über eine weitere Unterstützung freuen.